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Sieben Siegel - Der schwarze Storch (Hörspiel)

(BRD 2002)

Originaltitel: Sieben Siegel - Der schwarze Storch (Hörspiel)
Alternativtitel:
Regie:
Nikolaus Hartmann, Sascha Gutzeit
Darsteller/Sprecher: Andreas von der Meden, Chiara Ferrau, Marco Sand, Angela Del Vecchio, Christian Pfadenhauer, Daniela Hoffmann, Franz-Josef Steffens, Edmund Willms,
Genre: - Science Fiction/Fantasy - Horror/Splatter/Mystery - Horspiel/Hörbuch


(Episodee 02 - Meteor - 2002 - CD)

Lisa, Nils, Kyra und Chris sind einige Tage alleine im leeren Hotel „Erkerhof“, das Lisa´s und Nils´ Eltern gehört. Eines Nachts kann Lisa nicht schlafen und hört seltsame Geräusche. Sie schleicht sich auf der Suche nach der Quelle durch das unheimliche Haus und nimmt zunächst an, dass die Anderen ihr einen Streich spielen wollen. Im alten Ballsaal steht sie plötzlich einer feiernden Menschenmenge gegenüber. Die Leute tragen altmodische Kleidung und Masken und kein Geräusch ist zu hören. Auf der anderen Seite des Raumes steht Lisa ein riesiger, schwarzer Storch gegenüber und als sie schreit, löst sich der Geisterball in Nichts auf, doch der Storch ist immer noch da und verfolgt sie, als sie wegläuft. Erst als sie ihr Zimmer erreicht, hört der Spuk auf.

Am nächsten Tag erzählt Lisa den Anderen die Geschichte, die zunächst ungläubig sind und sich ein wenig lustig machen. Aber da die Sieben Siegel auf ihren Armen sichtbar geworden sind, ist klar, dass tatsächlich irgendwas vorgeht. Sie machen sich daran, das Nest des Storches irgendwo auf den verwinkelten Dächern zu finden. Tatsächlich entdecken sie es, doch der Storch ist nicht da, dafür aber mehrere riesige Eier. Plötzlich taucht der gigantische Vogel auf und greift die Jugendlichen an. Nur mit allergrößter Mühe können sie von dem Dach entkommen, verlieren dabei aber beinahe Nils. Der dämonische Storch jagt die Gruppe jedoch weiter durchs ganze Hotel, bis sie in einem nicht genutzten Kühlraum Zuflucht finden. Dort beraten sie über die Situation und kommen darauf, dass mehr hinter der Sache stecken muss. Das Haus gehörte einst einem Baron Moorstein. Über ihn gilt es nun, mehr heraus zu finden, nachdem das Monster verschwunden ist. In der Bibliothek forschen sie nach. Der Baron hat das Haus Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut und sehr zurückgezogen dort gelebt. Nur hin und wieder tauchten unheimliche Gäste aus fernen Ländern auf und es entstanden Gerüchte, dass Moorstein einen mächtigen Dämon beschwören wollte. Nun muss irgendjemand den beschworenen Dämon wieder bannen und dafür müssen Lisa, Chris, Kyra und Nils in den unheimlichen Keller des Hauses. Vorher versucht der schwarze Storch aber noch, durch den Kamin in die Bibliothek einzudringen und die Flucht geht weiter, diesmal in den Keller, wo Kyra und Nils auf etwas Unglaubliches stoßen.

Währenddessen lenken Lisa und Chris den Storch ab. Die Hetzjagd führt sie wieder aufs Dach zum Nest mit den Eiern, die inzwischen aber aufgebrochen sind. Plötzlich bricht das Monster die Verfolgung ab und stürzt sich in einen Kamin. Lisa und Chris klettern hinterher.

Im Keller entdecken Kyra und Nils die Storchenjungen, die zwar klein, aber ebenso dämonisch sind, wie ihre Mutter. Sie schaffen es jedoch, die Brut zu vernichten und entdecken einen Beschwörungsraum, als durch den Kamin schon wieder der große Dämonenvogel auftaucht. Es kommt zu einem gefährlichen Kampf...

Der zweite Teil der noch jungen „Sieben Siegel“-Serie schließt qualitativ recht nahtlos an „Die Rückkehr des Hexenmeisters“ an und gefällt mir ziemlich gut. Einerseits nervt es zwar etwas, dass die vier Jugendlichen eigentlich die ganze Zeit nur auf der Flucht durch ein scheinbar unendlich großes Haus sind, was viel Hektik aufkommen lässt. Andererseits ist die relativ kurze Zeit, in der die Ereignisse stattfinden natürlich sehr förderlich für die atmosphärische Dichte der Geschichte, so dass man schnell mitzufiebern beginnt. Der mysteriöse Beginn lässt eigentlich erstmal eine gruselige Geistergeschichte vermuten, die sich dann aber schnell in eine eher actionorientierte Story wandelt, in der zwar mit dem schwarzen Storch ein Dämon vorkommt, ansonsten aber nicht besonders unheimlich ist, zumal niemals klar wird, was der Dämon eigentlich will und warum er unbedingt die vier Jugendlichen erwischen will. Wer beim Anhören des Abenteuers der Meinung ist, ein 3 Meter großer schwarzer Storch mit rotem Schnabel wäre lächerlich, liegt zwar einerseits nicht ganz falsch, sollte aber andererseits bedenken, dass es sich hier in erster Linie um eine Fantasy-Serie handelt, in der grundsätzlich alles möglich ist. Zudem ist es den Produzenten gelungen, wie schon bei den fliegenden Fischen im ersten Teil, das Ganze nicht peinlich erscheinen zu lassen. Zudem hebt sich die Story gut von anderen Serien ab, oder hat jemand schon einmal etwas ähnliches gehört? Naja, einige Fragen bleiben offen, zum Beispiel, warum niemand einen so großen, ungewöhnlichen Vogel bemerkt hat, der sich auf dem Dach ein Nest baut.

Insgesamt wird die gute Arbeit des ersten Teils fortgeführt und langsam lernt man die vier Freunde besser kennen, auch, wenn man noch nicht allzu viel Persönliches enthüllt wird. Zumindest könnte es mittelfristig auch eine kleine Liebschaft geben, das wird jedenfalls schon leicht angedeutet. Die gesamte Arbeit lag diesmal auf den vier jugendlichen Sprechern und Erzähler Andreas von der Meden. Darüber hinaus gibt es nur drei sehr kleine Sprechrollen. Die beteiligten lösen ihre Aufgaben sehr gut und die Neugier auf weitere, abwechslungsreiche Abenteuer bleibt bestehen. (A.P.)



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