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Survival Of The Dead

(USA 2009)

Originaltitel: Survival Of The Dead
Alternativtitel:
Regie:
George A. Romero
Darsteller/Sprecher: Athena Karkanis, Kenneth Welsh, Devon Bostick, Alan Van Sprang, Kathleen Munroe, Joris Jarsky, Stefano Colacitti, Matt Birman, Wayne Curnew, Craig Dawson, Eric Woolfe, Mitch Risman,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery




Die Untoten haben die Welt überrannt, aber irgendwie geht das Leben weiter, sogar Talkshows werden im Fernsehen gesendet, in denen schlechte Zombie-Witze gerissen werden, das Internet funktioniert noch und kleine Gruppen von Menschen schlagen sich irgendwie durch das Chaos. Auf einer kleinen Insel vor der Küste streiten sich zwei Familienclans, wie man mit den Untoten umgehen soll. Der alte O`Flynn meint, man müsse die Monster gnadenlos vernichten, während sein Gegenüber Muldoon die wiedergekehrten Familienmitglieder zähmen will. Als es eine kleine Gruppe von Soldaten auf die Insel verschlägt, eskaliert die Situation…

George A. Romeros sechster „…of the Dead“-Film - was darf man da erwarten?

„Night“ war eine Revolution, „Dawn“ eine Initialzündung für das Genre des Splatterfilms und „Day“ bot die pure Apocalypse. Alles Klassiker, an denen wohl kaum ein Fan Zweifel hat. Mit „Land“ wurde eine zweite Trilogie solide und modernisiert gestartet und „Diary“ versuchte auf den angesagten Pseudo-Doku-Zug aufzuspringen. Nun also „Survival“. Ich nehme stark an, dass das der letzte Film der Reihe bleiben wird und das wäre auch gut so. Man muss den Film aus zwei Blickwinkeln betrachten: zum einen als einfachen Beitrag zum Zombie-Subgenre. Hier kann der Film punkten. Die laue Story stört da nicht, die kaum charakterisierten Figuren ebenso wenig, das ist der Normalfall im Genre, in dem es ja zu allererst auf gut gestylte Zombies und vor allem blutige Details ankommt. Beides liefert „Survival Of The Dead“ ab. Ja, für eine „Ab 18“-Freigabe der ungeschnittenen Fassung wird es vor allem zum Ende hin extrem gorig, inklusive einiger recht derber Ausweidungsszenen, die nicht nur angedeutet werden. Zerschossene Köpfe, abgetrennte Körperteile und blutige Einschüsse sowieso, hier bleiben für den Gorehound kaum Wünsche offen. Zudem sind die Effekte recht überzeugend, obwohl sie größtenteils mit Computerhilfe erstellt wurden. Im Grunde kann man den Film in eine Reihe mit so manchen italienischen Beiträgen zum Genre wie „Zombie 3“ und Konsorten stellen, nur eben mit heutigen Mitteln umgesetzt und schauspielerisch besser besetzt. Man orientiert sich nicht an den anderen modernen Versionen von „Resident Evil“ und „28 Days/Weeks Later“ und die Zombies bewegen sich langsam, statt zu rennen. Das bewirkt dann eben mehr Horror als Action und das ist auch gut so.

Auf der anderen Seite muss man den Film auch als Teil der „…of the Dead“-Serie und zu Romeros Gesamtwerk zählen, und da verliert der Film auf voller Breite. War „Diary“ in dem Zusammenhang schon ziemlich überflüssig, so ist „Survival“ nur knapp an der Bewertung „ärgerlich“ vorbeigeschrammt. Tief gehende Charakterisierungen der Figuren gehörten noch nie zu den Stärken der Serie, aber hier sind einem alle Protagonisten völlig egal. Man fiebert nicht mit, ob irgendjemand überlebt und Überraschungen in dieser Richtung gibt es schon gar nicht. Starke Frauenrollen gehörten auch nie zum Inventar der Filme, hier kommen überhaupt nur zwei Frauen vor, wobei die eine eine sich ziemlich männlich gebende Lesbe ist und die andere eher unsympathisch wirkt und fast die ganze Zeit nur durch die Gegend reitet. Immerhin ist Athena Karkanis als „Tomboy“ (die Lesbe) recht attraktiv anzusehen. Ihre Rolle erinnert stark an die von Michelle Rodriguez in „Resident Evil“. Was aber Romeros Zombiefilme immer ausgemacht hat, war die stets sehr bedrohliche Atmosphäre. Seit „Diary“ ist davon nicht mehr viel übrig und „Survival“ scheitert daran total. Hier wollte der Regisseur offensichtlich einen reinen Actionfilm machen, unpassenderweise wohl mit einigen Szenen, die witzig wirken sollen, vor allem bei den kreativen Tötungen der Zombies. Leider lacht man als Zuschauer nicht. Das hat Uwe Boll mit dem ersten „House Of The Dead“ besser hinbekommen, auch wenn der Humor dort eher unfreiwillig war. Tja, und dann das ewige Thema Gesellschaftskritik. Vor allem in den ersten drei Filmen hat Romero zu verschiedenen Themen teils sehr zynische Kommentare abgegeben, auch wenn ich der Meinung bin, dass da manches überinterpretiert wurde, aber in „Diary“ und vor allem jetzt in „Survival“ wirkt das dann doch zu bemüht und als reines Mittel zum Zweck.

Viele Worte über einen Film, der zwiespältige Gedanken hinterlässt. Als kleiner Zombie- und Splatterfilm ist „Survival Of The Dead“ unterhaltsam und liefert ein ordentliches Blut- und Gedärme-Happening ab. Nicht mehr und nicht weniger. Als Teil einer der wichtigsten Filmreihen der Horror-Geschichte funktioniert der Film aber nicht und es scheint so, als sägte George A. Romero hier an seinem eigenen Denkmal und das nur, weil im Prinzip niemand andere Filme von ihm sehen wird. Der Fluch des weg weisenden Erfolges zweier Frühwerke. Eigentlich kann der Altmeister einem Leid tun und man muss wirklich hoffen, dass er sich im fortgeschrittenen Filmemacher-Alter jetzt zurück zieht, um sich nicht selber noch mehr zu schaden.

Die deutsche Blu Ray kommt von Splendid Film und da ist man ja in der Regel gute Bild- und Tonqualität gewohnt. Auch diesmal gibt es wenig Kritikansätze. Bei den Sprachen kann man zwischen Deutsch und Englisch wählen und es lassen sich deutsche Untertitel zuschalten. Als Bonusmaterial gibt es ein typisches Interview-Making Of, den Trailer und ein kurzes Grußwort von George A. Romero für mehrere Länder und Filmfestivals. Absolute Minimal-Standardausstattung. Es würde mich nicht wundern, wenn da in Zukunft noch die eine oder andere Special Edition erscheinen würde. Zumindest auf der US-DVD gibt es einen Audiokommentar. (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von George A. Romero in dieser Datenbank:

- Nightmares In Red, White And Blue (USA 2009)
- Survival Of The Dead (USA 2009)
- Bruiser (USA 2000)
- American Nightmare, The - Der amerikanische Albtraum (England, USA 2000)
- Stark - The Dark Half (USA 1992)
- Affe im Menschen, Der (USA 1988)
- Zombie 2 - Das letzte Kapitel (USA 1985)
- Creepshow (USA 1982)
- Zombie - Dawn Of The Dead (USA / Italien 1978)
- Crazies (USA 1973)
- Night Of The Living Dead (1968) (USA 1968)

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