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Existenz

(USA 1999)

Originaltitel: Existenz
Alternativtitel:
Regie:
David Cronenberg
Darsteller/Sprecher: Jennifer Jason Leigh, Jude Law, Ian Holm, Don McKellar, Willem Dafoe, Callum Keith Rennie, Sarah Polley,
Genre: - Science Fiction/Fantasy


Das Spiel "eXistenZ" ist das neueste Produkt aus dem Hause Antenna Research. Die Programmiererin Allegra Geller persönlich, die in der Szene wie ein Superstar gehandelt wird, stellt das Spiel einem ausgewählten Publikum vor. Es wird mit einem sogenannten "MetaFlesh Game-Pod" gespielt, ein Modul, das wie eine Art Niere aussieht und tatsächlich eine Art Leben besitzt. Es ist aus befruchteten Amphibieneiern und einer erweiterten, synthetischen DNS entwickelt worden und hat Organe, Knochen, Muskeln und sogar eine Wirbelsäule. Dieses Gamepad steckt man sich mit einem Kabel, das an eine Nabelschnur erinnert, in seinen Bioport, was wiederum ein Loch im Rücken ist, welches in die Wirbelsäule und ins Nervensystem führt. Dadurch ist es möglich, das Spiel in den menschlichen Körper zu laden und es so zu spielen, als wäre man tatsächlich im Inneren des Spieles, in einer virtuellen Realität, die perfekter nicht sein könnte. Dieses Spiel kann man mit mehreren Leuten spielen und es erhält dadurch einen immer anderen Verlauf, so dass man nicht sagen kann, was eigentlich das Ziel des Spieles ist. Bei der Präsentation des Spieles gibt es einen Anschlag der Anti-Existenzialsiten, eine Terrorgruppe, die gegen jegliche Verfremdung der Realität sind. Allegra wird von einer seltsamen Pistole aus Zähnen und Knorpel angeschnossen und der Leibwächter Ted Pikul schafft sie in Eile fort und fährt mit ihr wet weg. In einem einsamen Hotel bittet Allegra Ted, das Spiel zu testen, denn die einzige Kopie in ihrem Gamepad hat wahrscheinlich einen Schaden erlitten. Es stellt sich heraus, dass Ted noch einen Bioport besitzt und er läßt sich überreden, einen illegal an einer Tankstelle einsetzen zu lassen. Nach dem implantieren des Bioports stellt sich heraus, dass der Tankstellenwärter auf die fünf Millionen Dollar aus ist, die die Terrororganisation auf Allegra´s Kopf ausgesetzt hat, doch die beiden können sich erfolgreich gegen ihn wehren. Beim Spielen gibt es einen Kurzschluß und das Gamepad geht endgültig kaputt. Allegra, einem Nervenzusammenbruch nahe, bringt das Spiel zu ihrem alten Freund Kiri Vinokur, der es tatsächlich schafft, das Pad zu reparieren und das Programm zu retten. In einer Skihütte wollen Allegra und Ted dann das Spiel einmal durchspielen, um zu testen, ob es noch funktioniert und müssen erkennen, dass sich Realität und Virtualität bereits jetzt verwischt haben... Regisseur David Cronenberg ist immer wieder für einen guten Film zu haben und "EXISTENZ" ist übrigens bereits sein 13. Streifen, der zwar ein wenig zu sehr im Fahrwasser von "MATRIX" fährt, aber durch den besonderen Cronenberg-Charme besticht. Sein Spezialgebiet sind ja irrationale Realitäten oder anders gesagt: Unrealistische Realitäten. Er hat zwar nicht unbedingt sein Meisterwerk hier abgeliefert, aber faszinierend und irgendwie merkwürdig ist "EXISTENZ" allemal. Zusammenfassend kann man ein Zitat von Ted bringen, was den Film sehr schön zusammenfasst: "Es ist alles so eklig, so absurd, es ist grotesk". .Als eklig kann man vor allem die ganzen kleinen Viecher nehmen, die im Spiel umherhuschen und für diverse schlimme Essenszubereitungen, aber auch zur Herstellung von Gamepads genutzt werden. Die Pads selbst sind auch sehr eklig anzuschauen, es gibt eine Operations-Szene, in der man das Innere eines solchen "Gerätes" betrachten kann und auch hier ist es kein Spaß, hinzuschauen. Eben weil es eklig, absurd und grotesk ist. Genau diese Attribute passen zum Beispiel auch auf die Zahnpistole. Als unsere beiden Helden in einem chinesischen Restaurant sitzen, findet Ted in seinem Essen diverse Einzeltele, die er zu eben jener, zähneschiessenden Pistole, zusammensetzt. Eine der interessantesten Szenen des Filmes. Die deutsche DVD von Kinowelt präsentiert den Film in Deutsch und in Englisch. Ausblendbare Untertitel sind ebenfalls in Deutsch und Englisch vorhanden. Das Bildformat ist 16:9 Widescreen 1:1,85. Als Extras gibt es den Trailer zum Film (1:55 Min.) und eine Dokumentation mit Titel "Frame By Frame – The Invisible Art Of Production Designer Carol Spier" (satte 53:46 Min.). Carol Spiers hat schon in diversen Cronenberg-Filmen das Design bestimmt und wir sehen viele Rückblicke, aber hauptsächlich ihre Arbeit an "EXISTENZ". Es folgt noch ein Making Of (10:37 Min.) (Haiko Herden) Ein neuer David Cronenberg Film ist immer ein Ereignis. Der Mann dreht seit über 25 Jahren Filme und hat es bisher noch nicht geschafft auch nur einen wirklich schlechten abzuliefern. "EXISTENZ" wirkt wie eine liebevoll zusammengestellte Hommage an sein bisheriges Schaffen. Er ist kafkaesk und bizarr, pervers und gewalttätig, erotisch und sinnlich, blutig und voll von bitterer Ironie. Cronenberg's "Körperhorror" ist dabei beileibe nicht mehr nur noch auf ein Genre festgelegt, sondern löst die Grenzen zwischen Horrorfilm, Science Fiction, Thriller, Erotik und Komödie völlig auf. Eine wilde Achterbahnfahrt, die wie eine Mischung aus seinem eigenen "NAKED LUNCH" und David Lynch's "ERASERHEAD" wirkt. Die verschachtelte Handlung aus seiner Burroughs Verfilmung geht eine aufregende Symbiose mit den surrealen Traumwelten aus Lynchs Klassiker des Mitternachtskinos ein.

Auch die mittlerweile längst nicht mehr entgegengebrachte Ablehnung der Öffentlichkeit gegenüber seinem Schaffen, die schließlich in der Belohnung mit dem Silbernen Bären gipfelte, vermag die Begeisterung nicht im geringsten zu schmälern. Zu radikal und zu sehr der eigenen künstlerischen Vision verpflichtet, geht der Maestro unbeirrbar seinen Weg, ohne den Independentcharme vergangener Tage zu verlieren.

Das Thema seines neuesten Werkes steht stellvertretend für den typischen cronenbergschen Kosmos, der sein bisheriges Gesamtkunstwerk unterstreicht. "Existenz" ist ein Videospiel das direkt in die menschliche Psyche geladen wird und dort die Vorstellungen von Realität und Suggestion miteinander verschmelzen läßt. Mit Hilfe von Bioports wird das Spiel ins Rückenmark eingestöpselt und richtet dort seine verheerende Wirkung an.

Als ein "VIDEODROME" der Neunziger hochgejubelt oder als wirre, langweilige Glibberorgie abgetan, bleibt er natürlich jenseits von Gut und Böse. Die künstlerische Reife von "DIE UNZERTRENNLICHEN" oder "VIDEODROME" mag ihm fehlen, das macht er aber durch seine wilde Ausgelassenheit wieder völlig weg. In den herrlich geschmacklosen Details, dem zynischen Witz und der intelligenten Umsetzung liegt die Stärke des neuen Films einer der wirklich letzten großen Visionäre des Kinos. (Andreas Scholz)

„eXistenZ“ ist ein brandneues Computerspiel, entwickelt von der bekanntesten Spieledesignerin der Welt, Allegra Geller. Bei einer Testvorführung des Spiels wird ein Anschlag auf Allegra verübt, den sie allerdings überlebt und dann mit dem unerfahrenen Ted flüchten kann. Um zu überprüfen, ob der Prototyp des Spiels beschädigt wurde, muß sie das Spiel mit Ted gemeinsam spielen, der sich dafür aber von einem dubiosen Tankwart erstmal ein Bioport in den Rücken einsetzen lassen muss, in dem die biogenetische Spieltstation eingestöpselt wird. Schnell geraten die beiden immer tiefer in das Spiel hinein, bis nicht mehr klar ist, was nun Realität und was virtuell ist. Dadurch wird die tödliche Gefahr immer größer, denn die „Freunde der Realität“ setzen alles daran, Allegra zu töten und das Spiel zu zerstören...

Wenn bei einem Film David Cronenberg als Regisseur genannt wird, kann eigentlich wenig schief gehen, so auch hier nicht. Wie immer ist Cronenberg von den Ideen her schon weit in der Zukunft. Irgendwie wirkt „EXISTENZ“ wie eine Fortführung von Cronenberg´s eigenem Film „VIDEODROME“ aus Mitte der 80er, wo er die Verbindung moderner Medien mit dem Menschen bereits vorweggenommen hat. Das Spiel mit verschiedenen Realitäten ist höchstens noch mit „MATRIX“ vergleichbar, der aufgrund seiner Starbesetzung und der aufwendigeren Spezialeffekte allerdings in der Publikumsgunst weit vor „EXISTENZ“ lag. Dennoch hat man mit Jennifer Jason Leigh und Jude Law auch hier zwei absolute Topstars, die ihre Rollen absolut überzeugend verkörpern. Die Szenen, in denen die Gamepods in die Körperöffnungen eingestöpselt werden, sind ziemlich eklig und auch die Pistole aus Knochen und Körpergewebe, die Zähne verschiesst, ist wirklich cool. Das Spiel mit verschiedenen Realitäten ist ziemlich verwirrend und auch ganz am Ende weiss man nicht, ob das Spiel wirklich beendet ist. Mit „EXISTENZ“ hat Cronenberg zum wiederholten Male bewiesen, dass er immer noch einer der innovativsten Regisseure ist und auch heute noch das Science Fiction- und Horror-Kino beeinflussen kann.

Die Kinowelt DVD hat Top-Bild- und Tonqualität und bietet deutschen und englischen Ton und die entsprechenden, ausblendbaren (bei Kinowelt immer wichtig zu erwähnen) Untertitel. Als Bonus gibt es den Original-Trailer, ein kurzes Making Of, eine Demoversion zum PC-Spiel „Shadowman“ und eine sehr ausführliche Dokumentation über die Set-Ausstatterin Carol Spier, die sehr interessant ist. Somit ist „Existenz“ bedenkenlos zu empfehlen. (A.P.)




Alles von David Cronenberg in dieser Datenbank:

- Maps to the Stars (Deutschland, Frankreich, Kanada, USA 2014)
- Cosmopolis (Frankreich, Italien, Kanada, Portugal 2012)
- A History Of Violence (USA 2005)
- Jason X (USA 2002)
- Spider (USA 2002)
- American Nightmare, The - Der amerikanische Albtraum (England, USA 2000)
- Resurrection - Die Auferstehung (USA / Kanada 1999)
- Existenz (USA 1999)
- Crash (USA 1996)
- Blood And Donuts (Kanada 1995)
- M. Butterfly (USA 1993)
- Naked Lunch (Kanada / Japan / England 1991)
- Cabal - Die Brut der Nacht (USA 1990)
- Unzertrennlichen, Die - Dead Ringers (Kanada, USA 1988)
- Fliege, Die (USA 1986)
- Dead Zone, The - Das Attentat (USA 1983)
- Videodrome (USA / Kanada 1983)
- Brut, Die (Kanada 1979)
- Überfall der teuflischen Bestien, Der (Kanada 1977)
- Parasiten-Mörder (Kanada 1974)

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